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24.03.2016
Presseinformation 005/16 Berlin 24.03.2016
Dr. Seiters zur Flüchtlingssituation "Die Griechen hätten schon lange Hilfe gebraucht"
Liebe Abonnentinnen und Abonnenten des DRK-Presseinfo,
hier eine weitere Erscheinung in der neuen Reihe „DRK im Gespräch“ , in der die DRK-Pressestelle in unregelmäßigen Abständen über wichtige Interviews, Reden oder Gespräche des DRK-Generalsekretariats informiert. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

In der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) ist am 24. März 2016 nachfolgendes Interview mit DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters erschienen.

NOZ: Seit die Länder entlang der Balkanroute ihre Grenzen geschlossen haben, staut sich der Flüchtlingsstrom in Griechenland, dem Haupteintrittstor in die EU. Müssen wir mit Gewalt oder sogar Toten rechnen, weil Athen das Chaos nicht in den Griff bekommt?

Die Europäische Union hat lange Zeit die Augen verschlossen vor der Tatsache, dass die Mittelmeerländer Griechenland und Italien mit dem Flüchtlingsansturm hoffnungslos über fordert sind. Griechenland braucht dringend die Unterstützung, die dem Land eigentlich schon vor anderthalb Jahren zugestanden hätte. Über 800 000 Flüchtlinge sind 2015 in Griechenland gelandet, allein in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres sind bereits 190 000 Neuankömmlinge verzeichnet worden. Die EU muss jetzt ganz schnell und ausreichend helfen – organisatorisch, personell und auch finanziell. Sie muss geordnete Verfahren schaffen und das Elend der Menschen mildern und verhindern, dass es Tote gibt.

NOZ: In Mazedonien ist die Polizei nicht zimperlich im Umgang mit illegal eindringenden Flüchtlingen. Die „Ärzte ohne Grenzen“ berichten von schweren Verletzungen.
Das DRK ist im griechisch-mazedonischen Grenzort Idomeni erst seit wenigen Tagen. Wir verfügen daher noch nicht über eigene Erkenntnisse Aber auch für uns gilt: Jeder Flüchtling hat Anspruch auf ein faires Asylverfahren und auf humanitäre Betreuung.

NOZ: Welche Rolle spielen Aktivisten, die das Flüchtlingsdrama benutzen? Zuletzt führte ein „Kommando Norbert Blüm“ Flüchtlinge durch einen reißenden Fluss nach Mazedonien und filmte dabei‚Ķ
Ganz offensichtlich haben diese Aktivisten mit dem Namen des früheren Bundesarbeitsministers Norbert Blüm Aufmerksamkeit erregen wollen und gestellte Bilder provoziert. Ich halte das für unverantwortlich angesichts der desolaten Situation, in der sich die Flüchtlinge befinden.

NOZ: Was halten Sie davon, dass ein Ex-Minister wie Norbert Blüm in Idomeni übernachtet und im Zelt fotografieren lässt? Ich möchte den Blüm-Besuch nicht kommentieren.

NOZ: Griechenland fehlt es an Personal ,es fordert daher 2 300 Experten, um den Flüchtlingspakt zwischen EU und der Regierung in Ankara und damit die Rückführung illegal nach Europa gelangter Flüchtlinge in die Türkei umzusetzen. Ist der Pakt damit schon gescheitert?
Es gibt Verzögerungen, aber es gibt feste Zusagen der EU, Experten zu schicken. Ich hoffe sehr, dass alle 28 EU-Mitgliedsstaaten diese Zusagen möglichst schnell erfüllen. Es darf nicht sein, dass Deutschland wieder ein Großteil der Aufgaben übernehmen muss. Klar ist: Der Flüchtlingspakt mit der Türkei reicht nicht aus. Dringend nötig ist, dass es endlich zu einer solidarischen Verteilung der Flüchtlinge in den EU-Staatenkommt.

NOZ: Inwieweit können Organisationen wie das DRK Strukturen schaffen in Griechenland ?
Das DRK hilft dort seit Jahren und hat jetzt seine Unterstützung noch vervielfacht. Eine mobile Gesundheitsstation hat an zwei Standorten in der Region Idomeni die Betreuung der rund 10 000 Flüchtlinge übernommen. Der Einsatz erfolgt in Kooperation mit dem Finnischen Roten Kreuz. 20 Ärzte, Pfleger und andere Spezialisten sind daran beteiligt. Dort können Diagnosen gestellt, Medikamente verabreicht, Wunden und Verletzungen versorgt und kleine chirurgische Eingriffe durchgeführt werden.

NOZ: Ins Inland: In bundesweit 490 Notunterkünften betreuen DRK- Ehrenamtliche 140.000 Flüchtlinge. Ist die Kapazität ausgereizt?
Ja, unsere Helfer zeigen eine starke Leistung. Sie sind pro Monat etwa 1,6 Millionen Stunden für Flüchtlinge im Einsatz. Und wir haben noch Kapazitäten. Unsere Umfragen zeigen, die Motivation ist ungebrochen. Das hängt auch mit der großen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung zusammen. Die Bereitschaft zu spenden – Geld oder auch Hilfsgüter – ist nach wie vor groß. Aber auch die ganz konkrete Hilfe für Flüchtlinge – als Sprachlehrer, bei Behördengängen oder in den Kleiderkammern – ist überwältigend. Allerdings: Wenn der Flüchtlingszustrom noch länger andauert, geraten die Helfer an Grenzen. Denn neben den 490 Unterkünften betreut das DRK auch die beiden großen Erstaufnahmeeinrichtungen in Erding und Feldkirchen, wo Flüchtlinge bis zu drei Tage bleiben. Dort hat das DRK bisher mehr als 170.000 Flüchtlinge versorgt, die dann in die anderen Regionen Deutschlands verteilt wurden.

NOZ: Zum Schluss: 1992 waren Sie Bundesinnenminister, als eine große Flüchtlingswelle von über 440 000 Menschen Deutschland erreichte. Haben Sie sich vorstellen können, dass 24 Jahre später mehr als doppelt so viele Menschen pro Jahr zu uns kommen?
Damit hat niemand gerechnet. 1992 konnten wir durch einen Asylkompromiss und die Ausweisung sicherer Herkunftsstaaten die Situation beherrschen. Dadurch gingen die Flüchtlingszahlen deutlich zurück, was die Unruhe in Deutschland minderte und was angesichts gefährlicher Brandanschläge gegen Flüchtlinge dringend nötig war. Aber damals hatten wir den Vorteil, dass wir die Probleme nationalstaatlich regeln konnten und dass wir über die Kontrolle an unseren Grenzen verfügten. Es ist beschämend, dass die EU sich so zerstritten zeigt und bisher nicht zu einer gemeinsamen Antwort zur Lösung der Flüchtlingskrise kommt.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und „Ärzte ohne Grenzen“ stellen die Hilfe in Griechenland ein – aus Protest gegen den Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei , der nach ihrer Ansicht seit Sonntag griechische Flüchtlingslager de facto zu Haftanstalten macht. Wie bewerten Sie das?

In der gemeinsamen Erklärung vom 20. März sichern EU und Türkei zu, dass bei der Rückführung von neuen Migranten das Völkerrecht uneingeschränkt gewahrt werde. Alle Migranten würden ordnungsgemäß registriert und alle Asylanträge auf Einzelfallbasis bearbeitet. Das sei zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung als vorübergehende Maßnahme notwendig. Diese Zusage, das Völkerrecht uneingeschränkt zu wahren, muss in vollem Umfang eingehalten werden. Das Deutsche Rote Kreuz hilft seit langem und wird auch weiterhin alles tun, den Menschen in Not in Griechenland Hilfe zu leisten.




Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist mit Nationalen Gesellschaften in 189 Ländern die größte humanitäre Organisation der Welt.

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